Posts Tagged ‘Serbien’
Balkan: Küstendorf
11. September 2006 • Reisen
Tags: Balkan, Kusturica, Reisen, Serbien
Vor ein paar Jahren hat Kultregisseur Emir Kusturica einen Film mit dem Titel „Das Leben ist ein Wunder“ gedreht. In dem Film versucht ein ebenso gutmütiger wie gutgläubiger Hauptcharakter, eine Eisenbahnstrecke samt Eisenbahn in den bosnischen Bergen, direkt an der serbischen Grenze zu renovieren, um eine Touristenattraktion zu schaffen. Leider hat er seine Rechnung ohne den ausbrechenden Bosnienkrieg gemacht, der wenig später ausbrach – statt Touristen wurden schließlich Kanonen auf den Schienen befördert.
Für die Dreharbeiten fand man ein idyllisches Örtchen in Serbien, tatsächlich direkt an der bosnischen Grenze gelegen, in dem es eine alte stillgelegte Eisenbahnstrecke direkt durch die Berge gab. Man schaffte eine alte Lok inklusive passender Waggons an, renovierte und baute einige Häuser für den Film und begann zu drehen.
Balkan: Mein erster Tag in Belgrad
27. August 2006 • Reisen
Tags: Balkan, Belgrad, Reisen, Serbien
Mein erster Aufenthalt in der serbischen Hauptstadt währt erst einmal nur kurz. Vorbei an einem Zwillingsturm-Hochhaus, das aufgrund seiner Architektur die „Tür nach Belgrad“ genannt wird, und dass spätestens seit dem Fall des Sozialismus nicht mehr renoviert wurde (wahrscheinlich aber noch länger), tauchen wir in den metropolen Berufsverkehr ein. Unglücklicherweise führt eine Bundesstraße direkt durch die Stadt hindurch, und deshalb müssen auch wir uns hier durchquälen, obwohl wir gar nicht als erstes in die Stadt wollen, sondern vorher noch einen Onkel mitsamt der dazugehörigen Tante und deren Tochter Olja und ihren Mann Ivan in einem kleinen Vorort am Rande des Molochs besuchen wollen.
Nach etwas Suchen finden wir tatsächlich zu dem Haus des Onkels und werden stürmisch begrüßt – auch wenn ich bereits nach dem ersten Glas Whiskey kapituliere. Nach ein, zwei oder auch drei Stunden Konverstation serviert uns die Tante ein Mittagessen, das mehr als reichlich ist, allerdings ohne Fett gebraten wurde, da gerade Fastenzeit ist in der keine tierischen Stoffe gegessen werden. Das Fehlen des Fettes stört zwar eigentlich niemanden, der Tante ist es aber doch so unangenehm, dass sie, als wir das Essen loben, erklärt, dass wenn das ein lobenswertes Essen gewesen sei, sie dann Elizabeth Taylor wäre.

