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	<title>Daniel Morawek &#187; Die Kolumne</title>
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	<description>Autor &#38; Filmemacher</description>
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		<title>Alte Schlampe Nostalgie – und warum ich mir trotzdem einen eBook-Reader gekauft habe</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 09:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[eBook]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[Story]]></category>

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		<description><![CDATA[Joey ist Nostalgiker. Man sieht es schon von Weitem. Die braune Cordhose, die abgewetzten Lederschuhe, die schwarze Hornbrille, die aussieht, als hätte er sie aus dem Requisiten-Fundus eines alten Woody-Allen-Films gestohlen. Schon mit vierzehn hielt man ihn für achtzehn, weil &#8230; <a href="http://www.danielmorawek.de/2012/01/13/alte-schlampe-nostalgie-%e2%80%93-und-warum-ich-mir-trotzdem-einen-ebook-reader-gekauft-habe/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Joey ist Nostalgiker. Man sieht es schon von Weitem. Die braune Cordhose, die abgewetzten Lederschuhe, die schwarze Hornbrille, die aussieht, als hätte er sie aus dem Requisiten-Fundus eines alten Woody-Allen-Films gestohlen. Schon mit vierzehn hielt man ihn für achtzehn, weil er immer so neunmalklug daherredete, und weil er mehr Fremdwörter benutzte als ein Universitätsprofessor. “Damals”, pflegte er dann immer zu sagen, als läge es schon Lichtjahre zurück, “als ich zum ersten Mal eine Schallplatte von Bob Dylan in der Hand hatte” oder “Damals, als ich zum ersten Mal einen Antonioni-Film gesehen habe. Das war eine Revolution!” Als er achtzehn war, und die Sache mit dem Bartwuchs ihren Höhepunkt erreichte, sah er aus wie dreißig. Mit neunzehn wie vierzig. Das ging exponentiell so weiter. Mit einundzwanzig strahlte er bereits die Weisheit eines Einhundertdreijährigen aus!</p>
<p>Neulich war Joey zu Besuch bei mir. Zum Rotweintrinken. Schnell kam das Gespräch auf das neue Buch, das ich gerade veröffentlicht hatte. Erstmals in Eigenregie. Und exklusiv als eBook.</p>
<p>“Ich werde nie auf gedruckte Bücher verzichten”, verkündete Joey. “Mir kommt nie ein eBook-Reader ins Haus!”</p>
<p>Einen eBook-Reader, na gut, den hatte ich auch noch nicht. Eigentlich bin ich auch Nostalgiker. Ich laufe immer mit einem Filzhut rum, damit ich aussehe wie ein Privatschnüffler aus einem Film Noir, und ein Smartphone hab ich auch nicht. Warum auch? Als ich aufgewachsen bin, gab es nicht mal Handys. Irgendwie haben wir es trotzdem geschafft, uns durchs Leben zu manövrieren. Die Nachmittagsverabredungen machten wir einfach vormittags in der Schule aus, und wenn wir irgendwo den Weg nicht gefunden haben, dann haben wir halt einen Passanten gefragt (Navigationsgeräte gab es nämlich auch noch nicht).</p>
<p>Aber so ein eBook kann man auch am Computer lesen und für mich als Autor bedeutet die Veröffentlichung direkt bei Amazon nie gekannte Freiheit. Also fange ich an, die eBook-Technologie zu verteidigen. Und den eBook-Reader, den ich selbst gar nicht besitze.</p>
<p>“Sieh nur, wie viel Platz man sparen kann!” Ich deutete auf die zahlreichen Bücherregale in meinem Wohnzimmer, zum Bersten gefüllt mit Papierbüchern. “Es nimmt kein Ende mit den Büchern. Ich brauche schon wieder neue Regale. Aber wohin damit?”<br />
Das stimmt sogar, denke ich. Meine Frau würde mit Sicherheit intervenieren, wenn ich neue Regale kaufen würde. Sie spricht schon jetzt von zu vielen Möbeln, die ihr die Sicht auf ihre Blumen rauben. Ich kenne einen Verlagsleiter, der alle paar Jahre in ein größeres Haus ziehen muss, weil sich die Bücher bei ihm in allen Räumen in wackeligen Stapeln bis unter die Decke türmen, auch im Klo. Würde ich bei uns zu Hause anfangen neben der Toilettenschüssel alte Erstausgaben zu stapeln, dann würde ich auf dem Klopapier bald die handschriftliche Nachricht finden, dass meine Frau gerade ausgezogen ist.<br />
<span id="more-887"></span><br />
„Unsinn!“, sagte Joey. „An eBooks kann man nicht riechen. Man kann nicht fühlen, wie die Finger über das Papier gleiten. Das ist nicht sinnlich!”</p>
<p>&#8220;Aber denk nur daran, wenn Du auf Reisen gehst! Wer hat schon Lust kiloweise Bücher mit sich herumzuschleppen?”</p>
<p>Es war eine Fangfrage. Ein ganz klarer Punkt für mich. Ich wusste, dass er viel in der Weltgeschichte unterwegs war, oft mehrere Monate am Stück. Und das nur mit einem Rucksack ausgerüstet.</p>
<p>Er wirkte nachdenklich. Überlegte, wo er den nächsten Schlag ansetzen könnte. “Verdrängen werden eBooks das gedruckte Buch nie!” Das habe schließlich auch Umberto Eco gesagt, verkündete Joey schlagfertig. Eco, so sagte er, habe ausgeführt, dass das mit dem eBook und dem Papierbuch so sei, wie mit Radio und Fernsehen. Das Radio gibt es auch immer noch.</p>
<p>Albernes Argument, dachte ich. Das lässt sich leicht widerlegen, jetzt machte er es mir leicht. „Tja“, setzte ich an. „Nur hat das Radio komplett sein Programm geändert, nachdem sich herausstellte, dass das Fernsehen besser geeignet war für Vorabendserien und Dokumentationen. Im Radio läuft heute nur noch Musik, die Charts rauf und runter. Ich fürchte, mit dem eBook und dem gedruckten Buch wird es eher wie mit der Schallplatte und der CD. Das war auch ein reiner Kampf um den besten Datenträger. Und jetzt? Jetzt zahlt man Unsummen für eine Vinyl-Platte. CDs kriegst Du hinterhergeschmissen.“</p>
<p>Ich lachte wie ein verrückter Wissenschaftler bei der Erschaffung eines Monsters, als ich sah, dass Joeys Gesicht gefror.</p>
<p>„Scheiße, Mann! Wenn ich bedenke, was ich jetzt schon jedes Jahr für Schallplatten ausgebe!“</p>
<p>„Genau. Und Bücher kriegst Du irgendwann nur noch als Liebhaberstücke!“</p>
<p>Ich schenkte ihm Rotwein nach, weil sein Gesicht ganz weiß geworden war, nun hatte ich ihn in den Seilen hängen. „Tja! Alte, unbändige Schlampe Nostalgie!“</p>
<p>Natürlich konnte ich Joeys triebhafte Sammel-Leidenschaft verstehen. Alle Männer müssen irgendwas sammeln. Wenn es keine Carrera-Bahnen oder Miniatureisenbahnen sind, dann eben Schallplatten, Bücher oder Actionfiguren.</p>
<p>„Versuch’s doch mal mit DVDs“, sagte ich. „So lebe ich meinen Sammeltrieb aus. Und der Platzbedarf hält sich in Grenzen.“ Gut, irgendwann wird es Filme auch nur noch auf Festplatten geben, oder als Onlinestream in der Daten-Cloud. Aber um jeden Scheiß mitzumachen, dafür bin ich zu alt. Und da wurde es mir klar: Scheiße! Ich bin wirklich Nostalgiker. Was wenn ich für Filme auch irgendwann ein Vermögen zahlen muss?</p>
<p>„Ich kaufe keine DVDs!“, rief Joey. „Auch keine CDs! Das ist doch total unsicher. Da weiß man doch noch gar nicht, ob man die nach zehn Jahren noch abspielen kann!“</p>
<p>Ich wollte gerade ansetzen zu erklären, dass ich sehr wohl CDs besitze, die ich vor knapp 20 Jahren gekauft habe (damals noch für 29,99 DM beim legendären Mannheimer Medienkaufhaus Prinz), als Joey nachsetzte: „Eine Schallplatte, die kannst Du noch in Hundert Jahren mit einer rostigen Speiche eines Fahrrads abspielen!“</p>
<p>Ich versuchte mir das bildlich vorzustellen, aber wie genau meinte er das eigentlich? Wollte er einen Trichter an die Speiche klemmen, und dann per Hand die Speiche über die Schallplatte ziehen, bis ihm der Arm abfiel?</p>
<p>Ich wollte den nächsten Schlag ansetzen, doch Joey ging in Deckung. Plötzlich huschte ein Hoffnungsschimmer über sein Gesicht, und er fragte: “Kann man Dein eBook eigentlich auch auf dem iPod lesen?”</p>
<p>“Auf dem iPod-Touch auf jeden Fall. Da hat Amazon doch die Kindle-App für. Aber sag mal: Ich wusste gar nicht, dass DU einen iPod besitzt!”</p>
<p>“Na ja”, sagte er kleinlaut. “Sind ja schon ganz praktisch die Dinger. So im Zug und so.”</p>
<p>Autsch!, der Schlag hatte gesessen. Wo kam denn die harte Rechte auf einmal her: Selbst Joey hatte einen iPod-touch? Weil die Dinger praktisch sind? So ganz ohne Fahrradspeiche und Vinyl? Das hat mich echt umgehauen.<br />
Nachdem mir auch nach zehn Sekunden nichts einfiel, was ich entgegnen konnte, gab ich mich geschlagen. Wenn der Chef-Nostalgiker sich nun schon technische Gimmicks kaufte, dann konnte es sich nur noch um eine Frage der Zeit handeln, bis ich selbst einknicken und mir einen eBook-Reader kaufen würde.</p>
<p>Nicht, dass ich irgendwann von meinen eigenen Bücherregalen begraben werde.</p>
<p style="text-align: center;">*   *   *</p>
<p><a href="http://www.danielmorawek.de/buecher/das-leben-ist-scheise-aber-schon/"><img class="size-medium wp-image-893 alignnone" title="Cover01a" src="http://www.danielmorawek.de/wp-content/uploads/Cover01a-298x480.jpg" alt="" width="114" height="184" /></a></p>
<p>Weitere Stories im eBook: &#8220;<a href="http://www.danielmorawek.de/buecher/das-leben-ist-scheise-aber-schon/">Das Leben ist scheiße, aber schön.</a>&#8221;</p>
<blockquote><p>&nbsp;</p></blockquote>
<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/599e66d9b28844a39a1ace90dd80faaa" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Der Heppenheim-Highlander</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 17:54:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Formel1]]></category>
		<category><![CDATA[Heppenheim]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Vettel]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>

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		<description><![CDATA[Autofahrer aus Heppenheim genießen keinen guten Ruf in der Region. Klar, ist mir auch schon passiert: Irgendwo auf der Autobahn zwischen Heidelberg und Darmstadt, ein Wagen, der plötzlich vor mir auf meine Spur einschert, und ich muss in die Eisen &#8230; <a href="http://www.danielmorawek.de/2011/10/09/der-heppenheim-highlander/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Autofahrer aus Heppenheim genießen keinen guten Ruf in der Region. Klar, ist mir auch schon passiert: Irgendwo auf der Autobahn zwischen Heidelberg und Darmstadt, ein Wagen, der plötzlich vor mir auf meine Spur einschert, und ich muss in die Eisen steigen.</p>
<p>“Ha”, ruft mein Mitfahrer. “War klar: Ein Heppenheimer. Weißt du, was das Nummernschild HP bedeutet?”</p>
<p>Ich nicke. Tausend Mal gehört. Aber mein Beifahrer erzählt es mir trotzdem.</p>
<p>“Helpless Person!”</p>
<p>Derartige Vorurteile finde ich albern. Ist doch klar, dass man überall nur noch Heppenheimer Autos sieht, die hilflos durch den Verkehr tuckern, wenn so ein Image erst mal in der Welt ist. Und die RP-,HD- und MA-Sonntagsfahrer übersehen wir einfach. Genauso wie die sicher fahrenden HPler. Sebastian Vettel hat gerade zum zweiten Mal in Folge den Formel-1-Titel geholt. Ein waschechter Heppenheimer. Damit sollten die Fahrkünste seiner Mitbürger für alle Zeiten rehabilitiert sein. Meint man.</p>
<p>“Also ich hab da ja meine eigene Theorie”, sagt mein Kumpel Santiago. “Vettel hat das gemacht wie der Highlander. Alle anderen Heppenheimer hat er in Fahrduellen besiegt und dadurch ihre Fahrkünste in sich aufgenommen.”</p>
<p>“Etwas gewagt, dein Ansatz, meinst Du nicht?”</p>
<p>“Was sind denn deine Erfahrungen mit Heppenheimer Autofahrern?”</p>
<p>“Nicht viel”, sage ich. “Ich war auch noch nie in Heppenheim. Nur nebenan, in Bensheim war ich einmal, vor zwei Jahren bei einem Auftritt vom Bülent.”</p>
<p>Das war allerdings ein obskures Erlebnis. Nach der Show steckte ich eine Stunde auf dem Parkplatz fest, weil fünfhundert Autos gleichzeitig durch die einzige Ausfahrt fahren wollten. Als ich aus dem Auto stieg, um mir einen Überblick über den Ausmaß des Schlamassels zu verschaffen, sah ich Dutzende Autos, die sich an der Ausfahrt gegenseitig blockierten. Keiner wusste, wer zu erst fahren sollte, total hilflos.</p>
<p>“Siehst du, da haben wir es wieder: Hilflos. Was für Nummernschilder hatten die?”</p>
<p>“Keine Ahnung. Hab nicht drauf geachtet.”</p>
<p>“Na ja, Bensheimer werden’s nicht gewesen sein, die sind zu Fuß gekommen. Vielleicht waren die meisten auf dem Parkplatz ja aus benachbarten Orten.”</p>
<p>“So wie Heppenheim meinst du?”</p>
<p>Tatsächlich sehe ich vor meinem inneren Auge zwei Buchstaben aufziehen. HP. HP. HP. Immer wieder HP. Bilde ich mir das nur ein, oder meldet sich mein Unterbewusstsein gerade zu Wort?</p>
<p>“Könnte schon sein, dass das Heppenheimer Autos waren”, sage ich schließlich.</p>
<p>Und jetzt stelle man sich vor Sebastian Vettel würde so fahren. Der würde es nicht mal aus der Boxengasse schaffen. Vom Weg auf das Siegertreppchen ganz zu schweigen. Vielleicht ist doch was dran an der Highlander-Theorie.</p>
<p style="text-align: center;">*   *   *</p>
<p><a href="http://www.danielmorawek.de/buecher/das-leben-ist-scheise-aber-schon/"><img class="size-medium wp-image-893 alignnone" title="Cover01a" src="http://www.danielmorawek.de/wp-content/uploads/Cover01a-298x480.jpg" alt="" width="114" height="184" /></a></p>
<p>Weitere Stories im eBook: &#8220;<a href="http://www.danielmorawek.de/buecher/das-leben-ist-scheise-aber-schon/">Das Leben ist scheiße, aber schön.</a>&#8221;</p>
<blockquote><p>&nbsp;</p></blockquote>
<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/8e6425e51c1248de95a84ad88cac48c0" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Köhler for Kaiser!</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jun 2008 22:03:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Tagen konnte ein Webauftritt meine besondere Aufmerksamkeit erregen: Die Seite der Kaisertreuen Jugend. Und das nicht nur wegen der grellen Farben (ich sage nur &#8220;Knallblau&#8221;; man muss es gesehen haben, um mitreden zu können). Ich finde es &#8230; <a href="http://www.danielmorawek.de/2008/06/01/koehler-for-kaiser/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><a href="http://danielmorawek.files.wordpress.com/2008/06/collage01.jpg"><img class="size-full wp-image-101" src="http://danielmorawek.files.wordpress.com/2008/06/collage01.jpg" alt="" width="271" height="383" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">In den letzten Tagen konnte ein Webauftritt meine besondere Aufmerksamkeit erregen: Die Seite der <a href="http://www.kaisertreue-jugend.org/">Kaisertreuen Jugend</a>. Und das nicht nur wegen der grellen Farben (ich sage nur &#8220;Knallblau&#8221;; man muss es gesehen haben, um mitreden zu können).</p>
<p style="text-align:justify;">Ich finde es ja beruhigend zu wissen, dass es dort draußen irgendwo ein paar junge Leute gibt, die sich noch Gedanken darum machen, wie es mit dir Politik in Deutschland weitergehen soll. Nein wirklich &#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Aber wie soll man die Wiedereinführung der Monarchie in Deutschland nach Neunzig kaiserfreien Jahren durchsetzen? Da gäbe es doch sofort einen Aufschrei durch die Nation: »Wer soll das bezahlen?!«</p>
<p style="text-align:justify;"><span id="more-100"></span></p>
<p style="text-align:justify;">Laut einem Interview mit <a href="http://zuender.zeit.de/2007/26/kaisertreue-jugend?page=2">zeit.zuender.de</a> sei man sich zwar einig, »dass die Deutschen insgeheim einen Hang zur Monarchie haben«, »Warum sonst explodieren jedes Mal die Einschaltquoten, wenn Rolf Seelmann-Eggebrecht die Geburtstagsparade der Queen kommentiert?«</p>
<p style="text-align:justify;">Aber beim Geld, da bin ich mir sicher, hört die Begeisterung für die erbliche Monarchie auf. Wenn ich mir die  Forderungen der Kaisertreuen Jugend ansehe, kommt mir aber ein viel besserer Gedanke, als den, dass man den preußischen  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thronpr%C3%A4tendent">Thronprätendenten</a> zum Kaiser krönt.</p>
<p style="text-align:justify;">Wenn ich es richtig verstehe, sehnt sich der Verein nach einem Monarchen, der als Anwalt des Volkes ein Bindeglied zwischen Bevölkerung und Parlament herstellt, der für religiöse Werte und Menschlichkeit einsteht und der Deutschland im Ausland ein Gesicht verleiht. Aber macht das alles nicht auch der aktuelle Bundespräsident – und dass, obwohl man es vor seinem Amtsantritt weder von ihm verlangt, geschweige denn erwartet hatte?</p>
<p style="text-align:justify;">Mein Vorschlag wäre also: Ruft einfach Horst Köhler zum Kaiser auf Lebenszeit aus, dann bräuchte sich die CDU auch nicht mehr mit den unliebsamen Gegenkandidaten von der SPD rumärgern. Die Frage nach der Sinnmäßigkeit des Bundespräsidentenamts würde entfallen, außerdem residiert Köhler eh schon im Schloss Bellevue – was das allein an Kosten sparen würde, das Bundespräsidentenschloss ohne jegliche Umzugskosten zum Kaiserschloss umzudeklarien!</p>
<p style="text-align:justify;">Am besten wäre natürlich, den Papst für die Krönung zu engagieren, damit die kaiserliche Legitimität gewahrt bleibt. (Ist Köhler eigentlich katholisch?)  Jetzt, da <em>wir</em> gerade Papst sind, haben wir vielleicht ganz gute Chancen &#8230;</p>
<h5>Fotos: Quelle – Wikipedia.de, Collage: d.m.</h5>
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		<title>Postmoderne Einkaufsfreuden</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 09:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem übernahm ich, an einem sonnigen Tag, den Frondienst, einen Besuch bei einem großen skandinavischen Möbelhaus anzutreten. Mein Erstaunen war groß, als ich es tatsächlich bis kurz vor die Kasse geschafft hatte, ohne in größere Lethargie zu verfallen &#8230; &#8230; <a href="http://www.danielmorawek.de/2008/04/15/postmoderne-einkaufsfreuden/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem übernahm ich, an einem sonnigen Tag, den Frondienst, einen Besuch bei einem großen skandinavischen Möbelhaus anzutreten. Mein Erstaunen war groß, als ich es tatsächlich bis kurz vor die Kasse geschafft hatte, ohne in größere Lethargie zu verfallen &#8230; aber eben nur bis kurz <span style="font-style:italic;">vor</span> die Kasse!</p>
<p>Was ich nicht ahnen konnte; dass es bei besagtem Möbelhaus seit einigen Wochen etliche Kassen gab, an denen man nicht mehr mit Bargeld zahlen konnte. So kam es auch, dass ich den Mann, der ein paar Meter in der Schlange vor mir plötzlich umdrehte, nicht weiter beachtete. Vielleicht hatte er ja etwas vergessen, die Scharniere für den Küchenschrank auf seinem Einkaufswagen zum Beispiel, dachte ich. Unwissend.</p>
<p>An der Kasse angekommen, alle Artikel über das Band gezogen und der Kassiererin lächelnd zwei Scheine entgegen streckend, wurde ich mit der traurigen Wahrheit konfrontiert. Der kapitalistische Überwachungswahn nun auch in der Möbelbranche!</p>
<p>Kassiererin: »Aber haben Sie denn nicht das Schild gesehen?! Ist doch riesengroß!«</p>
<p><span id="more-48"></span></p>
<p>Ich trat einen Schritt zurück und blickte nach oben. Dann wieder einen Schritt nach vorne, dabei denkend: »Ob das Schild wirklich als <span style="font-style:italic;">riesengroß</span> bezeichnet werden kann, darüber ließe sich herrlich streiten.«</p>
<p>Gesagt habe ich stattdessen (peinlich berührt): »Achso.«</p>
<p>Dann wurde irgendeine Vorgesetzte angerufen, die ging aber nicht an den Apparat, weil sie gerade an der Kasse gegenüber war; dort war dasselbe Problem aufgetreten.</p>
<p>Zum Glück.</p>
<p>Zuerst dachte ich nämlich, ich wäre der Einzige, der nicht nur zu blöd war sich an der richtigen Kasse anzustellen, sondern AUCH NOCH nicht in der Lage war, dann eben mit der EC-Karte zu bezahlen.</p>
<p>Als ich schließlich mit meinem unbeglichenen Kassenzettel an eine andere Kasse geschickt wurde, eine mit der Möglichkeit zur Barzahlung, musste ich wieder warten. Nachdem der Kunde, der gerade bedient wurde, fertig war, fragte ich höflich, ob ich kurz meinen Bon bezahlen dürfte.</p>
<p>Plötzlich eine schrille Frauenstimme, kreischend von der Seite: »Ahhh! Stellen Sie sich hinten an! Ich kann doch nichts dafür, dass Sie zu blöd sind um die Schilder zu lesen!«</p>
<p>Kassiererin 2 (ruhig): »Nein, ich mach das jetzt zuerst fertig.«</p>
<p>Hysterische Frau (rennt weg): »Ich geh jetzt! Niemals wieder kauf ich hier was ein!«</p>
<p>Ehemann der hysterischen Frau (verwirrt an der Kasse zurückbleibend): »Aber was soll das denn jetzt?! Das bringt doch nichts &#8230; Blamier&#8217; mich doch nicht immer!«</p>
<p>Nach zehn Sekunden dackelte er frustriert seiner Frau hinterher. Nach weiteren zehn Sekunden hielt ich mein Restgeld in der Hand.</p>
<p>Mittlerweile stand übrigens wieder eine Frau an der Kasse, an der ich zuerst war, und schrie: »WAS?! Wenn ich hier nicht mit Bargeld zahlen kann, dann soll ich wohl alles wieder zurückgeben!? Ihr könnt mich alle mal!«</p>
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		<title>Schweigen . . .</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Dec 2007 14:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[In Gedenken an Hannes D. / 30.11.1982 - 20.12.2007 <a href="http://www.danielmorawek.de/2007/12/26/schweigen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><span style="font-size:100%;">In Gedenken an</span><br />
<span style="font-size:180%;"><br />
Hannes D.<span style="font-size:85%;"><span style="font-size:100%;"><br />
</span><br />
</span></span></div>
<div style="text-align:center;"><span style="font-size:100%;">30.11.1982 &#8211; 20.12.2007</p>
<p></span></div>
<p><a href="http://bp0.blogger.com/_ueg-IAFZkHs/R3Jh0N9wSWI/AAAAAAAAABY/ZPJZNrRpoIo/s1600-h/bwIMG_7468neukl.jpg"><img style="display:block;text-align:center;cursor:pointer;margin:0 auto 10px;" src="http://bp0.blogger.com/_ueg-IAFZkHs/R3Jh0N9wSWI/AAAAAAAAABY/ZPJZNrRpoIo/s400/bwIMG_7468neukl.jpg" border="0" alt="" /></a></p>
<div style="text-align:center;"><span style="font-style:italic;">» Alles hat seine Zeit und alles Vorhaben </span><span style="font-style:italic;"><br />
unter dem Himmel hat seine Stunde:</span><span style="font-style:italic;"><br />
geboren werden hat seine Zeit,</span><br />
<span style="font-style:italic;">sterben hat seine Zeit;<br />
einpflanzen hat seine Zeit, </span><br />
<span style="font-style:italic;">ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit.</span><span style="font-style:italic;"><br />
Weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit. «</span></p>
<p><span style="font-size:85%;">Die Bibel, Prediger 3</span></div>
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		<title>Autobiographisches Schreiben</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2007 06:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Caffè della Vita]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten zwei Wochen habe ich zwei John-Irving-Romane hintereinander gelesen; „Garp und wie er die Welt sah&#8221; und „Witwe für ein Jahr&#8221;. Ausgerechnet die beiden Irving-Romane mit Schriftstellern als Protagonisten. Natürlich kommt beim Lesen von „Autor-schreibt-über-Autor&#8221;-Romanen immer ein zusätzlicher &#8230; <a href="http://www.danielmorawek.de/2007/05/12/autobiographisches-schreiben/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten zwei Wochen habe ich zwei John-Irving-Romane hintereinander gelesen; „Garp und wie er die Welt sah&#8221; und „Witwe für ein Jahr&#8221;. Ausgerechnet die beiden Irving-Romane mit Schriftstellern als Protagonisten. Natürlich kommt beim Lesen von „Autor-schreibt-über-Autor&#8221;-Romanen immer ein zusätzlicher Knobbelfaktor dazu – das unweigerliche Rätseln, ob der Verfasser gerade aus seinem eigenen Leben berichtet oder die Passage nur erfunden hat.</p>
<p>Noch verzwickter wird die Sache, da eben dieses auch in beiden Roman fortlaufend thematisiert wird; wieviel Autobiographisches findet man vom Autor in einem fiktionalen Text? Und dann ständig diese Romane im Roman. So schreibt der junge Garp zum Beispiel die Kurzgeschichte „Die Pension Grillparzer&#8221;, die doch eigentlich John Irving geschrieben hat, und auch lange vor dem Garp-Roman bereits veröffentlicht hatte.</p>
<p>Oder nehmen wir Marion Cole, die Verfechterin der Theorie, dass ein guter Roman nur auf Erfindung basieren darf und nicht auf Selbst-Erlebtem. Als sie in Amsterdam einen Vortrag zu diesem Thema hält, will sich ein Nachwuchsschriftsteller, der im Publikum sitzt und nur zum Schreiben von autobiographischen Texten fähig ist, gar verzweifelt das Leben nehmen. Dabei hat Miss Cole zu dem Zeitpunkt, als sie den Vortrag hält, bereits angefangen, einen neuen Roman, der auf Autobiographischem basiert, zu entwerfen!<br />Und die Meinungen über dieses Thema gehen in der Tat weit auseinander. Auch im echten Leben. So kam vor kurzem eine Frau auf mich zu und sagte mir, sie fände mein „Caffe della Vita&#8221; besser als die Werke von Hermann Hesse.</p>
<p>»Wie kommen Sie denn darauf, dass mein Roman besser wäre als die Werke von Hesse?«, fragte ich iritiert – Hermann Hesse und ich, was für ein sonderbarer Vergleich!</p>
<p>»Nun, Hesse hat immer nur das geschrieben, was er selbst erlebt hat. Das ist keine Kunst, das ist keine richtige Literatur. Ihr Buch ist richtige Literatur.«</p>
<p>»Aha?!«</p>
<p>Zum Glück weiß diese Frau nicht, wieviel Autobiographisches ich in „Caffè della Vita&#8221; habe einfließen lassen! Aber ich scheine es ja ganz gut versteckt zu haben.</p>
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		<title>Die Lösung aller Ihrer Probleme!</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2007 06:39:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Fühlen Sie sich auch manchmal abgeschlafft, matt und niedergeschlagen? Hat Ihr Chef sie wieder einmal den lieben langen Tag im Büro angeschrieen? Hackt Ihr Partner ständig auf Ihrem Gewicht herum? Wird der Tinitus täglich schlimmer und die Migräne unbezwingbar? Haben &#8230; <a href="http://www.danielmorawek.de/2007/04/16/die-losung-aller-ihrer-probleme/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fühlen Sie sich auch manchmal abgeschlafft, matt und niedergeschlagen? Hat Ihr Chef sie wieder einmal den lieben langen Tag im Büro angeschrieen? Hackt Ihr Partner ständig auf Ihrem Gewicht herum? Wird der Tinitus täglich schlimmer und die Migräne unbezwingbar? Haben Sie im Lotto wieder einmal nur einen Richtigen?</p>
<p>Kein Problem – wir haben die Lösung!</p>
<p>Erwerben Sie einfach einen Führerschein und einen PKW und fangen Sie an mit <span style="font-weight:bold;">AUTOFAHREN™</span>.<br /><span style="font-weight:bold;">AUTOFAHREN™</span> – die neue Wunderwaffe gegen Stress und aufgestaute Aggressionen.</p>
<p>Hupen Sie in der Ortschaft, wenn der Wagen vor Ihnen trödelt, blockieren Sie Einfahrten, stehlen Sie die Vorfahrt, fahren Sie Blumenkübel um, gucken Sie alle anderen Verkehrsteilnehmer grimmig an und schreien Sie, bis Ihr Kopf ganz rot wird. Das alles ist möglich mit <span style="font-weight:bold;">AUTOFAHREN™</span>!</p>
<p><span style="font-weight:bold;">AUTOFAHREN™</span> ist Ihre Gelegenheit, auf alle gesellschaftlichen Benimmregeln zu pfeifen und einmal richtig die Sau rauszulassen. Bei der Arbeit müssen Sie buckeln, zu Hause müssen Sie kuschen, niemals dürfen Sie Ihr wahres Gesicht zeigen – nur bei <span style="font-weight:bold;">AUTOFAHREN™</span>.</p>
<p>Beginnen Sie noch heute mit <span style="font-weight:bold;">AUTOFAHREN™</span> und entdecken Sie sich selbst!</p>
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		<title>Zeit, den Musikgeschmack zu wechseln.</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2007 18:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist die Rock&#8217;n'Roll-Welle also auch bei Tchibo hereingeschwappt. In der Konzernzentrale trocknen die Praktikanten wahrscheinlich immer noch mit dem Fön die dadurch entstandenen Wasserschäden, während die Trend-Scouts bereits auf das Cover des aktuellen Magazins mit rosafarbenen Lettern das neueste &#8230; <a href="http://www.danielmorawek.de/2007/04/14/zeit-den-musikgeschmack-zu-wechseln/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist die Rock&#8217;n'Roll-Welle also auch bei Tchibo hereingeschwappt.</p>
<p>In der Konzernzentrale trocknen die Praktikanten wahrscheinlich immer noch mit dem Fön die dadurch entstandenen Wasserschäden, während die Trend-Scouts bereits auf das Cover des aktuellen Magazins mit rosafarbenen Lettern das neueste Motto, &#8220;Rock &#8216;n&#8217; Style&#8221;, gestempelt haben. Na super.</p>
<p>Im Heft selbst finden sich dann ganz viele dolle Klamotten, die so cool sind wie die Wurst im Kühlschrank. Zum Beispiel die Nappalederjacke im &#8220;angesagten Anti-Look&#8221; mit Handy-Innentasche, der Strechjeans im &#8220;Used-Look&#8221; mit Nieten am Arsch oder die Mädchenunterhose mit Hinternaufdruck &#8220;Rocking Girl&#8221;. Eine CD zum rocken für zu Hause hat man auch im Programm, mit derben Rockacts, die ohne Probleme die Strokes und Maximo Park in die Tasche stecken können, nämlich &#8220;Shaggy&#8221; und &#8220;Katrina and the Waves&#8221;.</p>
<p>Im Magazinteil gucken Tokio Hotel den Betrachter grimmig an und die Konzernschreiber erklären den &#8220;neuen Glamrock-Style&#8221;. &#8220;&#8230; derzeit schwer angesagt&#8221;.  Aha.</p>
<p>Rock&#8217;n'Roll-Style ist bei Tchibo angekommen. Zeit, den Musikgeschmack zu wechseln.</p>
<p>Und den Klamottengeschmack. Und die Unterhosen. Aber nur einmal in der Woche – wie die echten Rocker.</p>
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		<title>Leitfaden zur sakralen Bedrängnisgymnastik</title>
		<link>http://www.danielmorawek.de/2007/04/13/leitfaden-zur-sakralen-bedrangnisgymnastik/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2007 07:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Reihe »Der kleine Kirchenkatechismus – oder wie finde ich die perfekte Gemeinde« präsentieren wir Ihnen diese Woche: Die orthodoxe Kirche. <a href="http://www.danielmorawek.de/2007/04/13/leitfaden-zur-sakralen-bedrangnisgymnastik/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Lithurgie in einem orthodoxen Gottesdienst ist für einen Anfänger nicht leicht zu verstehen – am besten Sie versuchen es gar nicht. Ehrlich. Natürlich könnte man den Aufbau ohne Probleme im Internet nachlesen und dabei erfahren, dass der Gottesdienst aus drei Hauptteilen besteht, die wiederum in jeweils drei bzw. vier Teile untergliedert sind, die nochmals aus bis zu neun einzelnen Handlungsabläufen bestehen. Wussten Sie zum Beispiel, dass nach dem &#8220;Vater Unser&#8221; noch das &#8220;Hauptneigungsgebet&#8221; gesprochen wird, noch vor der Kommunion der Zelebranten und dem Antidoron? Nein wirklich, vergessen Sie es.</p>
<p>Sehen Sie den Gottesdienst lieber als sportliche Disziplin. Dann tun Sie wenigstens etwas für Ihre körperliche Gesundheit. Ich nenne es liebevoll &#8220;die sakrale Bedrängnisgymnastik&#8221;. Lassen Sie mich Ihnen kurz die Regeln erklären:</p>
<p>1.) Jeder Teilnehmer hat zu Beginn des Wettbewerbs ein 1/4 Quadratmeter großes Stück Bodenfläche als Standort zu wählen. Diese Position darf während des gesamten Wettkampfes nicht verlassen werden. Sitzgelegenheiten sind nicht zulässig.</p>
<p>2.) Der Wettkampf dauert 90 Minuten. Wer sich als erster hinsetzt oder das Gebäude verlässt, hat verloren.</p>
<p>Hört sich gar nicht so kompliziert an, sagen Sie? Ist es eigentlich auch nicht. Ich habe ein paar einfache Tipps für Sie zusammengestellt, mit denen der Sieg sicher ist:</p>
<p>a.) Achtung! Gefahr! Der Einsatz von Weihrauch fällt nicht unter das Dopingverbot. Vielmehr ist es so, dass der Schiedsrichter die entstehenden Dämpfe gezielt einsetzt, um Ihre Standfestigkeit zu prüfen. Wird Ihnen schwarz vor Augen, reißen Sie sich zusammen. Fallen Sie nicht in Ohnmacht, so haben Sie schon so gut wie gewonnen.</p>
<p>b.) Darüber hinaus ist es möglich, dass der Schiedsrichter versucht, Sie in eine verbale Hinterlist zu locken. Fallen Sie nicht auf Aussagen wie &#8220;Sie können sich nun hinsetzen&#8221; herein. Abgesehen davon – es gibt sowieso keine Stühle (siehe Regel 1).</p>
<p>c.) In der Halbzeit wird ein Chor auftreten, um Ihre Moral zu zerstören. Der fiese Trick dahinter ist, dass die einzelnen Sänger zwar gar nicht so schlecht singen, allerdings intoniert jeder von ihnen ein anderes Lied – und das zur selben Zeit. Das Ergebnis hört sich an wie ein Rudel betrunkener Katzen im Schleudergang. Doch ein Profi wie Sie wird sich davon nicht in die Knie zwingen lassen. Denken Sie immer daran – das ist Ihre Gelegenheit zu zeigen, dass Sie aus hartem Holz geschnitzt sind. Konzentrieren Sie sich auf die Schuhabsätze Ihres Vordermanns und denken Sie an etwas Schönes – dann haben Sie es bald überstanden.</p>
<p>d.) Atmen Sie vor dem Wettkampf auf Reserve. Sobald sich das Spielfeld erst einmal mit Menschen gefüllt hat, werden Sie dafür dankbar sein. Bedenken Sie, wie wenig Platz Ihnen zwischen 200 Personen auf 50 Quadratmetern bleibt.</p>
<p>e.) Das Wichtigste, um das Match erfolgreich zu überstehen, ist allerdings die Beinarbeit. Eine typische Verschleißerscheinung ist das Schmerzen einer Schulter, nachdem man 30 Minuten regungslos dasteht. Bleiben Sie daher immer in Bewegung. Stellen Sie sich auch mal nur auf ein Bein, wippen Sie auf den Zehenspitzen vor und zurück, legen Sie die linke Hand auf die rechte Schulter und drehen sich dabei im Kreis – Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Am besten trainieren Sie Ihre Wadenmuskulatur bereits vor dem Wettkampf, fahren Sie täglich 50 Kilometer mit dem Fahrrad und spurten Sie am Morgen vor dem Match das Treppenhaus eine Stunde auf und ab. Vergessen Sie nicht Ihren neuen Wahlspruch – ein starkes Bein und der Sieg ist mein!</p>
<p>Haben Sie die 90 Minuten überstanden, winkt Ihnen die Medaille in Form des Schlusssegens aus dem Munde des Schiedsrichters. Wundern Sie sich bitte nicht, dass das alles ist, was Sie als Anerkennung für Ihre Mühe bekommen. Die Anstrengungen, die der Schiedsrichter unternimmt, um Ihnen jegliche Eigenverantwortung im Glauben aus der Hand zu nehmen und Sie von jeglichen spirituellen Zwängen entlastet, sind schließlich auch nicht zu unterschätzen.</p>
<p>Denn merken Sie sich eines – selber beten ist unsportlich und nicht im Sinne des Wettkampfes!</p>
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		<title>Fernsehen verblödet&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Nov 2006 09:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Fernsehen verblödet. Ein Beispiel: Neulich, zwei Uhr nachts. Das Telefon klingelt. Ich gerade mitten im Tiefschlaf. Nachdem ich erst einmal realisiert hatte, dass überhaupt irgendetwas klingelt, und bis ich dann kapiert hatte, dass es kein Wecker war, hatte das Telefon &#8230; <a href="http://www.danielmorawek.de/2006/11/20/fernsehen-verblodet/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fernsehen verblödet. Ein Beispiel:</p>
<p>Neulich, zwei Uhr nachts. Das Telefon klingelt. Ich gerade mitten im Tiefschlaf. Nachdem ich erst einmal realisiert hatte, dass überhaupt irgendetwas klingelt, und bis ich dann kapiert hatte, dass es kein Wecker war, hatte das Telefon natürlich schon wieder Ruhe gegeben. Aber die Nummer eines Freundes wurde auf dem Display angezeigt! Zu Müde zum zurückrufen, also erst Mal weiter schlafen&#8230;</p>
<p>Am nächsten Tag ruft wieder der Freund an. Fragte ihn warum er um zwei Uhr nachts angerufen hatte.</p>
<p>&#8220;Ich? Angerufen? Zwei Uhr nachts? Nein &#8230; Da war ich zwar noch wach und habe irgend so eine neue doofe Serie im Kabelfernsehen geguckt aber &#8230;&#8221;</p>
<p>Auf einmal dämmert ihm was.</p>
<p>&#8220;Moment mal &#8230; Jetzt wo du es sagst &#8230; und ich hatte mich schon die ganze Zeit gefragt, als ich im Delirium vor der Glotze saß, warum die Fernbedienung nicht funktioniert hat, obwohl ich die ganze Zeit darauf rumgedrückt hab. Dann war das ja gar nicht die Fernbedienung &#8230;&#8221;</p>
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