Bestenliste: Meine Lieblingssongs 2016

Wenn ich mir in den letzten Tagen die Jahresrückblicke und Bestenlisten bekannter Musikjournalisten angesehen habe, hat sich schnell der Eindruck eingestellt, 2016 wäre musikalisch ein eher langweiliges Jahr gewesen. Zum Glück sind Geschmäcker verschieden und meine persönliche Bestenliste 2016 muntert mich schnell wieder auf.

Dass es ein wildes Jahr war, ist allgemein bekannt und so hat es natürlich auch ein Abschiedssong des Jahres (Leonard Cohen: You Want It Darker) auf die Liste geschafft. Die „Augustines“ haben sich dieses Jahr aufgelöst und so schaffen sie es gleich mit zwei Songs auf die Liste. Spannend was uns von den drei Musikern in der Zukunft erwartet – Auflösungsgrund: trotz Albumchartsplatzierungen und gutbesuchten Touren hatte die Band immer Probleme ein finanzielles Plus zu erwirtschaften – aber die Musiker haben bereits neue Projekte angekündigt.

Jamie T. liefert zwar keinen Song, der an seine zwei ersten Alben anknüpft, aber er hat anscheinend ordentlich The Clash gehört. Herausgekommen ist der Song „Robin Hood“ für alle Johnnys und jungen Altpunks. Und natürlich singen auch die gerade ziemlich gehypten Shovels & Rope (»Die White Stripes des Country« – keine Ahnung, wer das Zitat als erster in die Welt gebracht hat, da schreiben gerade alle Musikjournalisten voneinander ab) von einem Johnny. Johnnys sind einfach immer für einen Song gut.

Auch waschechte Popsongs schaffen es mittlerweile auf meine Jahresliste (Clueso). Das rougheste, was ich noch zu bieten habe, ist wahrscheinlich die Neuentdeckung „Hater“ aus Schweden. Die Zeiten ändern sich, auch beim Musikgeschmack. Aber das ist schon okay so.

Im Anhang finden sich als Bonus noch sechs weitere Neuentdeckungen des Jahres.

 

BESTENLISTE 2016 (in keiner bestimmten Reihenfolge):

Augustines: „This Is Your Life“

Shovels & Rope: „Johnny Come Outside“

Malky: „Lampedusa“

Santigold: „Chasing Shadows“

Hater: „First Time“

Jens Böttcher: Unsterblich“

Declan McKenna: „Isombard“

Leonard Cohen: „You Want It Darker“

Mick Flannery: „How High“

Jamie T: „Robin Hood“

Branches: „Look Out Below“

Rooney: „All The Beautiful People“

Marlon Williams: „Hello Miss Lonesome“

The xx: „On Hold“

Eliot Sumner: „I Followed You Home“

Kate Tempest: „Don’t Fall In“

Augustines: „May You Keep Well“

Angel Olsen: „Shut Up Kiss Me“

Glass Animals: „Agnes“

Clueso: „Neuanfang“

BONUS: Neuentdeckung 2016, auf die man einen Blick werfen sollte:

Milliarden: „Im Bett verhungern“

Julian Philipp David: „Herbst“

Courtney Barnett: „Nobody Really Cares If You Don’t Go To The Party“

Marc O’Reilly: „Just So“

Fil Bo Riva: „Like Eye Did“

Preoccuoations: „Degraded“

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