CreateSpace tax information ausfüllen

Wie füllt man die CreateSpace Tax Information aus? Diese Frage beschäftigt Autoren außerhalb der USA, seit es CreateSpace auch in Europa gibt. Bisher war es so, dass man eine US-TIN in das amerikanische W-8BEN-Formular eintragen musste. Tat man es nicht, behielt CreateSpace 30% der Einnahmen ein, die durch den Verkauf der Bücher im US-Store entstanden sind. Wer seine Bücher hauptsächlich im deutschen Amazon-Shop verkauft hat, hat sich oftmals den Aufwand gespart eine TIN beim US-Finanzamt zu beantragen.

Doch nun macht CreateSpace Druck und hat wohl allen deutschen Nutzern, die die Create Space Tax Information noch nicht ausgefüllt haben, eine englischsprachige Mail gesendet und gefordert das Formular bis zum 4. Oktober 2014 auszufüllen.

Die gute Nachricht: Mittlerweile besteht CreateSpace für das W-8BEN-Formular nicht mehr auf eine US-TIN. Das Formular lässt sich nun auch mit der persönlichen Identifikationsnummer des deutschen Finanzamts ausfüllen.

CreateSpace tax information ausfüllen: So geht’s.

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Wenn man dem Link in der eMail folgt, sollte im CreateSpace-Dashboard ein gelber Kasten auftauchen. Der orangefarbene Button führt direkt zum tax information-Formular.

Im ersten Fenster bei „Type of beneficial owner“ „Individual“ auswählen und das Land. Bei der zweiten Frage, geht es darum, ob wir ein Agent sind, der einen Autor vertritt. Normalerweise ist das nicht der Fall, sondern wir füllen für uns selbst aus, also „No“. Die Adresse im Feld darunter, hatte das Formular bei mir automatisch übernommen.

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Die „Mailing adress“ ist in der Regel die selbe, wie die permanente Anschrift. Bei  „U.S. person tests“ muss bei deutschen Bürgern, die keine der angegebenen Kriterien erfüllen, nichts angekreuzt werden. Wichtig ist nun die Auswahl bei „TIN“: Wenn wir keine US-TIN beantragt haben, wählen wir hier, dass wir eine ausländische TIN besitzen.

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Ist diese Option ausgewählt, taucht ein neues Feld auf, in dem die 11-stellige persönliche Identifilationsnummer eingegeben werden kann. Es muss noch das „Country of residence“ ausgewählt und bestätigt werden, dann sehen wir eine Vorschau des ausgefüllten W-8BEN-Formulars. Oben bei der „tax withholding rate“ sollte nun bereits 0.00% Steuereinbehalt stehen.

In der nächsten Eingabemaske muss das Formular noch unterschrieben werden. Um nichts ausdrucken und in die USA verschicken zu müssen, habe ich hier die „Electronic signature“ ausgewählt.

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Wie man oben sieht, habe ich alle Häkchen bei den Fragen zur elektronischen Unterschrift gesetzt und denke, dass das auch so richtig ist (und wahrscheinlich kommt man anders auch mit dem Ausfüllen nicht weiter). Ich denke aber, das ist ein guter Zeitpunkt, darauf hinzuweisen, dass dies keine rechtsverbindliche Beratung ist – und ich das Formular einfach mit gesundem Menschverstand ausgefüllt habe 😉

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Zu guter Letzt trägt man als Unterschrift noch seinen Namen in das Feld ein, wählt wieder „Individual“ aus und gibt als Kontaktadresse die Mailadresse an, mit der man auch bei CreateSpace angemeldet ist.

Geschafft!

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Mehr Informationen zu meinen Erfahrungen zu CreateSpace findet ihr in diesem Artikel.

Showing 11 comments
  • Susanne

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht.

    Viele Grüße

    Susanne

  • Irene

    Identifikationsnummer des deutschen Finanzamts? Ich habe die Steuernummer eingetragen, ging auch, und Kindle Direct Publishing wollte das damals so. Aber vielleicht kann das gar niemand unterscheiden, Fachbegriffe werden ja ständig verwechselt…

  • Daniel

    Keine Ahnung, ob das auch geht, Irene. Aber die TIN, die sie jetzt haben wollen, ist wie gesagt die Steueridentifikationsnummer: http://de.wikipedia.org/wiki/Steueridentifikationsnummer

  • Sandra

    Danke für die ausführliche Anleitung!

  • Bernd

    Besten Dank für diese aufschlussreichen Informationen. Habe kürzlich die erste Royalty Gutschrift von Amazon EU S.à.r.l., also Luxemburg, erhalten. Es gibt aber keine Abrechnung dazu. So wie es aussieht ist für deutsche Verleger und Autoren der von Amazon überwiesene Betrag ein Nettobetrag, es wird keinerlei Umsatzsteuer ausgewiesen. Da es Einnahmen sind müssen diese bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung aber trotzdem korrekt aufgeführt werden. Gibt es dazu an irgendeiner Stelle Informationen, oder wie machst Du das?

  • Daniel

    Hallo Bernd,
    das Geld kommt aus Luxemburg, dass heißt du bekommst als Empfänger in Deutschland keine Umsatzsteuer dazu ausgezahlt und musst aber auch keine abführen.

    Thomas Knip hat sich in diesem Artikel mit dem Thema befasst: http://ebooks-pur.blogspot.de/2012/01/ebooks-uber-amazon-kpd-und-die.html

    Viele Grüße

  • Sebastian

    Danke für die Hilfestellung!

  • Michelle

    Vielen Dank!!!!!!! Hat mir sehr geholfen!!!!! Lg Michelle

  • Andreas Richter

    Besten Dank, war sehr hilfreich!

  • Nike Mangold

    Danke! Habe zum Glück deinen Beitrag gelesen, bevor ich mich daran gesetzt habe, es auszufüllen. Hat mir einige Grübelei erspart …

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  • […] Ein Nachtrag zum Thema US-Steuernummer: Seit ich diesen Erfahrungsbericht schrieb, hat sich bei dem Thema einiges geändert. Mittlerweile akzeptiert CreateSpace auch eine deutsche Steueridentifikationsnummer. Wie das Ausfällen des Steuerformulars damit funktioniert, erkläre ich in diesem Artikel. […]

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