Über zwanghaftes Schreiben, schlechte Hemingway-Texte und starke Frauen

Der Indie-Autor Helmut Pöll („Die Elefanten meines Bruders“) hat mir im Rahmen einer Blogrunde 11 Fragen über das Schreiben zukommen lassen. Beantworte ich gerne! Und gebe die Fragen dann an Matthias Wenzel („Chronist“) weiter.

sure binary options 1. In welchen Moment Deines Lebens ist Dir klargeworden, dass Du eine Geschichte schreiben musst/willst?

Puh. Gleich eine schwierige Frage zu Beginn. Das ist auf jeden Fall schon lange her. Spätestens in der Grundschule sind mir ständig irgendwelche selbstausgedachten Geschichten durch den Kopf gegangen. Und die Aufsätze, wenn man das schönste Ferienerlebnis nacherzählen sollte und Ähnliches, habe ich damals auch ziemlich ernst genommen.
In der fünften Klasse habe ich mit ein paar Mitschülern meinen ersten Actionfilm gedreht, zur selben Zeit habe ich ein paar Krimi-Kurzgeschichten geschrieben. Das Schreiben von Geschichten begleitet mich also, solange ich mich erinnern kann.

opzioni binarie grafici 2. Wenn Du im Schreibfluss bist, wie gehst Du dann mit Störungen von Außen um?

Dann rege ich mich furchtbar auf. Ist doch klar 😉 Ich habe das Telefon beim Schreiben nicht ausgeschaltet und manchmal gibt es mitten in einem Kapitel, wenn es gerade richtig gut läuft, einen wichtigen Anruf. Dann muss man erst mal tief durchatmen, bevor man rangeht – und sich daran erinnern, dass bisher jeder Roman irgendwann fertig geworden ist. Allen Unterbrechungen zum Trotz.

binäre optionen leiter 3. Du zerplatzt vor Glück, aber auf dem Tagesplan steht der Höhepunkt des Leidens Deines Helden. Wie bringst Du Dich in die Richtige Stimmung oder verschiebst Du die Szene auf einen anderen Tag und schreibst eine lustige Kurzgeschichte?

Nein, verschieben brauche ich nichts. Ich lese mich in meinen Text ein, in das was ich schon geschrieben habe. Wenn das gut ist, dann schaffe ich es auch mit meiner Hauptfigur mitzufiebern und mich in ihre Stimmung zu versetzen.

bücher über schulung für binäre optionen und traten 4. Wie oft bist Du beim Schreiben eines Exposés schon verzweifelt?

Bei Exposés verzweifle ich grundsätzlich. Irgendwann kommt ein Punkt, an dem ich nicht mehr weiterweiß. Oder das Exposé ist fertig, die ganze Geschichte gefällt mir aber auf einmal nicht mehr. Dann lege ich das Projekt zur Seite und widme ich etwas anderen. Wenn ich mir dann das Exposé nach einer Weile noch einmal ansehe, habe ich meist recht schnell eine Idee, woran es hakt, und fange schließlich mit dem eigentlichen Schreiben an.

binäre optionen lexikon 5. Sind Dir Deine Protagonisten schon mal im Traum erschienen und haben Dir vorgeworfen, Du hättest sie völlig falsch dargestellt?

Das hatte ich noch nicht. Im Schlaf lassen mich meine Figuren zum Glück für ein paar Stunden in Ruhe. Dafür quält mich zurzeit ein anderer wiederkehrender Alptraum: Ich muss zurück in die Schule und das Abitur noch einmal ablegen. Weil ich aber zu viele Fehlstunden im Sportunterricht habe, droht mir das Durchfallen. Was das wohl zu bedeuten hat?

opzioni binarie per negati 6. Wenn Du eine Idee zu einer Geschichte hast, lässt Du dann alles andere liegen und hältst sie fest oder schreibst sie sogar sofort? Oder schiebst Du sie in eine Ecke Deines Kopfes und wartest, bis Dein aktuelles Projekt abgeschlossen ist?

Weder noch. Wenn ich eine Idee habe, schreibe ich sie in der Regel nicht sofort auf. Eine Idee ist wie ein rohes Ei, ich lasse sie lieber noch ein bisschen ruhen und warte, bis sie sich in meinem Kopf ausformt. Dann notiere ich sie, wenn sie umfangreicher geworden ist – egal ob ich gerade an etwas anderem arbeite oder nicht.
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7. Wie gehst Du mit Schreibblockaden um?

Seit ich mir detaillierte Kapitelpläne erstelle, ist es deutlich besser geworden. Während ich an einem Projekt sitze, habe ich eigentlich keine Blockaden mehr. Im Gegensatz: Gegen Ende des Projekts schreibe ich sogar jeden Tag mehr, weil ich die Geschichte vollenden will.
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8. Was motiviert Dich wieder, wenn die Geschichte hängt, der Plot nicht funktioniert oder Du Dich fragst „Was soll der ganze Quatsch eigentlich?“

Zum Beispiel ein gutes Buch eines Autors lesen, der bekannt dafür ist, dass er seine Texte immer wieder überarbeitet hat. Hemmingway oder Ken Follett sind Beispiele dafür. Bei denen war die erste Fassung auch noch weit entfernt davon druckbar zu sein. Also gibt es für meine Rohentwürfe auch noch Hoffnung 😉

best binary options trading strategies 9. Nenne 3 Gründe, warum Du das Schreiben niemals aufgeben würdest.

Ich habe schon gesagt, dass das Schreiben und das Erfinden von Geschichten immer schon bei mir war. Es gehört einfach zu mir und ich könnte das auch gar nicht abstellen.

binäre optionen plus500 10. Nenne 3 Gründe, warum Du es gedanklich schon zig mal an den Nagel gehängt hast.

Klar, Schreiben ist harte Arbeit. Aber wie gesagt, ich kann nicht anders.

Okay, das waren jetzt zu beiden Fragen keine drei Gründe … aber so ist es eben 😉

11. Welchen Deiner Protagonisten magst Du am liebsten und welchen verabscheust Du am meisten?

Also verabscheuen kann ich meine Figuren nicht. Auch in jedem Bösewicht muss etwas Gutes und Interessantes stecken, sonst wäre er viel zu einseitig. Jeder Mensch hat Gründe für sein Handeln und jeder denkt, er macht das richtige.

Am meisten mag ich vielleicht Anne aus der „Shakespeare Lüge“ (gerade unter dem Pseudonym Mike Wächter erschienen). Meine Hauptfiguren sind ja sonst eher Männer und natürlich weiß niemand genau, wie die Ehefrau von William Shakespeare wirklich war. Irgendwie scheint es aber logisch für mich, dass sie so handelt wie in meinem Roman, nachdem ihr Mann sie mit drei kleinen Kindern sitzen lässt und in der Großstadt Starautor wird. Sie steckt den Kopf nicht in den Sand. Sie packt an und gewinnt die Freiheit über ihr eigenes Leben zurück. Das imponiert mir.

Das waren übrigens die Antworten von Helmut: „Über die Tücken beim Schreiben und verabscheuungswürdige Protagonisten„. Und jetzt gebe ich an Matthias weiter: Blogfragerunde.

Der Autor
Daniel Morawek, Jahrgang 1981, lebt bei Mannheim und arbeitet als freischaffender Drehbuchautor, Filmemacher und Schriftsteller.
Kommentare
  • Der KLAUN

    Das Schreiben begleitet mich (zwanghaft) ein langes Leben lang. „Große“ Ideen verkümmerten auf dem Weg zum Papier: ich hatte nicht die Kraft, sie zu gestalten. So habe ich mehr weggeschmissen als veröffentlicht. Seit einigen Jahren dilettiere ich auf dem Grazer KulturBlog (Über 1000 Beiträge) area v.
    So long!
    Der KLAUN.

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