Wer ist eigentlich Mike Wächter?

Mike Wächter, so erfahren wir in seiner kurzgeratenen Autorenbiografie, ist freiberuflicher Journalist und Schriftsteller und lebt in Süddeutschland. Sehen wir uns seine Veröffentlichungen bei Amazon an, stellen wir fest, dass er Spannungsliteratur schreibt, die gerne in historischen Settings spielen darf. Gerade ist sein neuer Roman »Die Shakespeare Lüge« erschienen.

Nebenbei ist Mike Wächter auch noch Daniel Morawek, also besser gesagt Daniel Morawek ist Mike Wächter. Der Name ist ein Pseudonym!

Warum unter Pseudonym veröffentlichen

Ich werde häufig gefragt, warum ich neben meinem normalen Namen unter Künstlernamen veröffentliche. Es ist doch so: Daniel Morawek platziert sich klar als Autor humorvoller Unterhaltung, die gerne schwierige Themen wie Behinderung und Kinderlosigkeit aufgreift. Mike Wächter schreibt Thriller und will atemraubende Spannung abliefern. Das schafft zwei ganz eindeutige Autorenprofile.
Nun könnte man sagen, dass jemand der einen Roman wie »Paul sucht eine Frau« liest, sich trotzdem für Thriller begeistern kann. Das stimmt. Oft genug ist das der Fall. Und doch weiß jeder Leser bei einem Mike-Wächter-Buch genau, was ihn erwartet. Schaut man sich auf Amazon die jeweiligen Autorenseiten an, und auf der linken Seite den Kasten »Kunden kauften auch Artikel von«, wird es noch deutlicher. Daniel-Morawek-Leser greifen zu Büchern von Nancy Salchow und Michael Meisheit. Bei Mike Wächter finden sich hier Béla Bolten, Hanni Münzer und B.C. Schiller – allesamt Thrillerautoren.

Einen weiteren positiven Nebeneffekt habe ich bemerkt: Mehrmals konnte ich parallel Werbeoffensiven für Bücher beider Autoren starten. Das wäre eher schwierig gewesen, wenn ich mehrere Romane im selben Genre unter demselben Namen beworben hätte, da sich dann die Aufmerksamkeit zu sehr verteilt hätte.

Lächelt nicht so viel wie Humoristen: Thriller-Atuor Mike Wächter.

Bei der Wahl des Künstlernamens hatte ich alle Freiheiten. Da Thrillerautoren oft kurze Vornamen haben (Ken Follett, Dan Brown) wollte ich einen Namen mit drei bis vier Buchstaben. Und bin einfach bei meinem zweiten Vornamen hängen geblieben. Damit der Name nicht zu angelsächsisch klingt, habe ich als Nachname ein richtiges deutsches Wort mit Umlaut genommen. Auch das kurz und prägnant. Mike Wächter ist ein offenes Pseudonym. Das heißt, ich mache kein Geheimnis daraus. Man kann es unter anderem in meinem »Bio«-Text auf dieser Webseite nachlesen. Geschlossene Pseudonym finde ich in der Regel übertrieben. Es sei denn man schreibt Erotik oder dergleichen.

Wann macht es Sinn unterschiedliche Namen zu benutzen? Dafür sollten die Gattungen, in denen man schreibt, sich deutlich unterscheiden. Natürlich passen auch verschiedene Geschichten unter einen Autorennamen, aber ich denke, dass es irgendwo eine Grenze gibt. Und wenn man Romane und Sachbücher schreibt, kann ein Pseudonym eine Möglichkeit sein, die zwei Richtungen zu trennen. Dafür gibt es bereits Beispiele in der Indie-Autoren-Szene.

Was ebenfalls großartig ist am Pseudonym: Mit zwei Autorennamen und zwei unterschiedlichen Genres komme ich mir beinahe schon wie ein richtiger Verlag vor.

Übrigens: Mike Wächters »Shakespeare Lüge« gibt es momentan zum Einführungspreis von 0,99 €. Wer sich für spannende Historie und für das Mysterium um William Shakespeare interessiert, sollte am besten gleich zugreifen. Meiner Meinung nach eignet sich das Buch auch für Leser von Daniel Morawek 😉

Showing 3 comments
  • Irene

    Hm, die langen Haare sehen softer aus, das würde doch eher zu „Paul sucht eine Frau“ passen (wenn ich von der Beschreibung ausgehe – gelesen habe ich es noch nicht)?

  • Daniel

    Na ja. Das Bild mit den langen Haaren ist schon etwas älter 😉 Aber du hast recht.

  • Thomas

    Man macht es sich nur ungern klar – aber das Schubladendenken entsteht (auch) in den Köpfen der Leser. Ein Name, ein Genre. Das ist zuverlässig, da weiß man, was man hat.
    Man muss schon sehr populärer Autor sein, um sich in mehreren Genres aufhalten zu können oder sich von Anfang an so ausgerichtet haben.

    Zudem schafft die Suchmethode in Online-Shops, mit einem Klick auf den Autorennamen alle übrigen Titel aufzurufen, eine neue Art von Schubladenmentalität.
    Ich kenne einen Autor, dessen Suchergebnis dann von Krimi über Erotik, Science-Fiction bis hin zu romantischer Mystik Dutzende von Titeln über mehrere Seiten hinweg kunterbunt auflistet. Eine Übersicht behält man da als Leser nicht mehr.

    Insofern ist es nur legitim und vernünftig, mit Pseudonymen zu arbeiten. Und solange man damit offen umgeht, macht man ja niemandem etwas vor.

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