Wir verkaufen keine Bücher. Wir verkaufen Emotionen

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Warum beauftragen Großverlage für die Cover ihrer Top-Titel komplette externe Werbeagenturen, die sich mit einem gesamten Team an die Gestaltung eines Titels machen? Reicht es nicht, wenn ein ausgebildeter Grafikdesigner sich hinsetzt und etwas entwirft, was dann auch ganz sicher nach allen Regeln der Designkunst gestaltet ist? Klar, das Ergebnis würde sicherlich professionell aussehen. Für die Bücher, die keine Top-Titel im Verlag sind, wird es ja auch täglich so gemacht. Aber reicht allein ein professionell gestaltetes Cover, um Bücher zu verkaufen? Ich behaupte: nein. Ein professionell aussehendes Cover ist gut und weckt sicherlich auch ein gewisses Vertrauen in die Qualität des Inhalts, was schon einmal nicht schlecht ist – aber für eine Kaufentscheidung reicht dies noch nicht.

Ich stelle mal eine noch gewagtere Frage: Was verkaufen wir Autoren und Verlage eigentlich?
Geschichten. Klar.
Eine schöne Zeit. Hmhm.
Wissen. Manchmal.
Bücher … nein. Wir verkaufen den Lesern keine Bücher.
Wir verkaufen Emotionen.

Die Flut der Büchern auf dem Marktest hoch. Warum sollten sich Leser für ein einzelnes Werk aus dieser unüberschaubaren Masse interessieren? Weil der Leser unbedingt ein paar Seiten Papier zwischen zwei Buchdeckeln im Schrank stehen haben will? Oder seinen eBook-Reader mit ein paar Kilobytes füllen will? Der Leser will in entfernte Welten entführt werden, seinen Alltag vergessen. Er will lachen, träumen, sich gruseln. Oder der Leser hat ein Problem, für das er oder sie eine Lösung in einem Sachbuch sucht.

Ein erfolgreiches Buchcover – egal ob Sachbuch oder Roman – muss immer Emotionen beim Betrachter wecken, seine Träume, Wünsche und Ängste ansprechen. Wir haben einen Diät-Ratgeber geschrieben? Dann träumt unsere potentielle Leserschaft sicherlich von der Traumfigur. Es ist also nicht verkehrt einen Menschen mit einer guten Figur aufs Cover zu nehmen. Doch was steckt hinter dem Wunsch nach der Traumfigur? Der Wunsch nach Anerkennung? Danach ein glückliches Leben zu führen? Dann zeigen wir eine glückliche und ausgeglichene Person auf dem Cover – das ist der Wunsch, den unsere Leserschaft hat.

Und was ist der Grund, weshalb ein Leser einen Roman kauft? Will er einen Krimi lesen, dann will er vielleicht in Angst versetzt werden. Oder doch lieber einen lustiger Regio-Krimi? Dann muss das Cover natürlich anders aussehen. Bunt, schrill, urig … denn der Leser will sich in eine bunte Urlaubslandschaft träumen und mal so richtig abschalten. Man sehe sich beispielsweise die Buchcover für eine Rita Falk oder einen Jörg Maurer an.

Wir verkaufen keine Bücher. Wir verkaufen Emotionen.

Wenn die Zielgruppe von einem Cover angesprochen wird, ist es zweitrangig, ob ein Cover professionell aussieht oder etwas dilettantisch. Vielleicht habt Ihr auch schon mal ein Buch in den Amazon-Charts gesehen und Euch gefragt, wie ein Titel mit grobpixeligen, selbstgemalten Blutspritzern auf dem Cover so häufig gekauft wird. Der Schlüssel ist einfach: Das Buch weckt bei genau der richtigen Zielgruppe, genau die richtigen emotionalen Impulse und Versprechungen.

Es ist allerdings auch so, dass sich die Qualität der Buchcover von Selbstverlegern in den letzten Jahren sehr stark verbessert hat. Allen Unkenrufen zum Trotz finden sich fast nur noch Cover in den Charts, die auch professionell wirken. Dementsprechend ist es im zweiten Schritt – nachdem wir unsere Zielgruppe verstanden und eine Idee entwickelt haben, wie wir sie erreichen – sehr wohl eine gute Idee, zu versuchen, die Umsetzung möglichst hochwertig zu gestalten. Denn: Natürlich ist es nicht unwichtig, ein professionelles Cover zu gestalten.

Wir verkaufen keine Bücher. Wir verkaufen Emotionen.

Meine Gedanken zum Thema, zusammen mit zahlreichen Fallbeispielen aus meiner eigenen Cover-Arbeit, habe ich in dem Buch: »Cover, die verkaufen – Worauf es bei professioneller Buchcover-Gestaltung ankommt« zusammengetragen. Es ist das Ergebnis der Seminare, die ich beim Selfpublishing-Day 2014 und 2015 gehalten habe.

Hier kommt ihr zum eBook: amazon.de/gp/product/B013CL307S. Für kurze Zeit ist es zum Einführungspreis von 2,99 € erhältlich.
Das Print-Buch erscheint in den nächsten Tagen – diesmal über bod.de, weil die Abbildungen auch im gedruckten Buch teilweise farbig sind.

CreateSpace Bücher

CreateSpace: So funktioniert Amazons SP-Dienst 2014

CreateSpace vertreibt nun schon seit über zwei Jahren auch im deutschen Amazon-Shop gedruckte Bücher. Viel ist passiert seit ich meinen ersten Erfahrungsbericht über das Erstellen von CreateSpace-Büchern veröffentlicht habe, viele Fragen haben mich erreicht und es gab einige Änderungen. Höchste Zeit eine Übersicht zu bieten, wie CreateSpace im Jahr 2014 funktioniert. Im ersten Abschnitt biete ich eine kurze Zusammenfassung des Bucherstellungsprozesses für Neulinge. Danach gehe ich auf Punkte ein, die sich geändert haben – und die auch langjährige Nutzer interessieren sollten.

Bücher veröffentlichen bei CreateSpace: So einfach geht es

CreateSpace ist immer noch kostenfrei und sehr einfach nutzbar. Hier könnt Ihr Euch kostenlos anmelden. Auf ein bestehendes Amazon-Konto kann man, anders als beim eBook-Dienst kdp, nicht zugreifen.

CreateSpace zahlt mittlerweile monatlich alle eingenommen Tantieme aus – die Auszahlungsgrenze von 10 € wurde aufgehoben. Aber Achtung: Das gilt nur, wenn man ein Bankkonto in Deutschland für die Auszahlung nutzt. In vielen Ländern unterstützt CreateSpace nur die Auszahlung per Scheck – und hier gilt eine Auszahlungsgrenze von 100 €. Das betrifft vor allem deutschsprachige Autoren in Österreich und der Schweiz. Ich kenne Autoren aus unseren Nachbarländern, die sich deshalb ein Girokonto in Deutschland eingerichtet haben.

Hat man die persönlichen Daten und Kontoinformationen, sowie die Steuerinformationen eingetragen (auf letzteres gehe ich unten bei den Neuerungen noch näher ein), kann es auch schon losgehen.

Titeleingabe: Bei der Eingabe von Titeln mit Umlauten muckt die Software. Nach dem Speichern werden diese Buchstaben als Fragezeichen in einer Raute dargestellt. Aber das muss uns nicht beunruhigen: Wir können einfach fortfahren — später bei Amazon wird der Titel wieder richtig dargestellt.

Hat man sich für eines der vorgegebenen Buchformate entschieden, bietet CreateSpace Word-Vorlagen zum Download an. Da die Vorlagen vom Design her eher untypisch für den deutschen Buchmarkt sind, habe ich auf vielfache Nachfrage eine modifizierte Version der Vorlage für das häufigste Format 5×8 Zoll erstellt. Hier könnt Ihr sie laden, Nutzung auf eigene Gefahr ;) Für das Hochladen bei CreateSpace gebe ich den Buchsatz als PDF aus. CreateSpace akzeptiert auch andere Dateiformate – aber nur bei PDF kann man einigermaßen sicher sein, dass am Ende alles dort sitzt, wo es hingehört.

Es ist bei CreateSpace auch möglich eigene Buchformate zu erstellen. Da man dann aber eine komplett eigene Buchvorlage erstellen muss, finde ich es sehr viel einfacher hierfür ein richtiges Layout-Programm wie InDesign zu nutzen. CreateSpace: So funktioniert Amazons SP-Dienst 2014 weiterlesen

CreateSpace tax information

CreateSpace tax information ausfüllen

Wie füllt man die CreateSpace Tax Information aus? Diese Frage beschäftigt Autoren außerhalb der USA, seit es CreateSpace auch in Europa gibt. Bisher war es so, dass man eine US-TIN in das amerikanische W-8BEN-Formular eintragen musste. Tat man es nicht, behielt CreateSpace 30% der Einnahmen ein, die durch den Verkauf der Bücher im US-Store entstanden sind. Wer seine Bücher hauptsächlich im deutschen Amazon-Shop verkauft hat, hat sich oftmals den Aufwand gespart eine TIN beim US-Finanzamt zu beantragen.

Doch nun macht CreateSpace Druck und hat wohl allen deutschen Nutzern, die die Create Space Tax Information noch nicht ausgefüllt haben, eine englischsprachige Mail gesendet und gefordert das Formular bis zum 4. Oktober 2014 auszufüllen.

Die gute Nachricht: Mittlerweile besteht CreateSpace für das W-8BEN-Formular nicht mehr auf eine US-TIN. Das Formular lässt sich nun auch mit der persönlichen Identifikationsnummer des deutschen Finanzamts ausfüllen.

CreateSpace tax information ausfüllen: So geht’s.

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Wenn man dem Link in der eMail folgt, sollte im CreateSpace-Dashboard ein gelber Kasten auftauchen. Der orangefarbene Button führt direkt zum tax information-Formular.

Im ersten Fenster bei „Type of beneficial owner“ „Individual“ auswählen und das Land. Bei der zweiten Frage, geht es darum, ob wir ein Agent sind, der einen Autor vertritt. Normalerweise ist das nicht der Fall, sondern wir füllen für uns selbst aus, also „No“. Die Adresse im Feld darunter, hatte das Formular bei mir automatisch übernommen.

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